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Keine doppelte Vergütungspflicht für Auftraggeber

14.02.2010 BGH – VII ZR 106/08

Erfüllt der Nachunternehmer Pflichten des Hauptunternehmers gegenüber dem Auftraggeber ist es dem Hauptunternehmer nicht mehr möglich die Leistung selbst zu erbringen. Hat diese Unmöglichkeit der Auftraggeber zu verantworten, behält der Hauptunternehmer seinen Anspruch auf Vergütung. Er muss sich jedoch die ersparte Aufwendung und den Erwerb durch einen anderweitigen Einsatz seiner Ressourcen, bzw. die böswillige Unterlassung eines anderweitigen Erwerbes, anrechnen lassen. Übernimmt der Auftraggeber die Vergütung des Nachunternehmers, erspart der Hauptunternehmer in der Regel die Vergütung des Nachunternehmers.